Reiseseiten von Leo und Rita

Mai 2015



10. Mai 2015
Heute, am 10. Mai 2015 war der Tag der Abreise gekommen. Unsere lieben Nachbarn haben uns noch ein Frühhstück vom Feinsten bereitet, weil unser Haus ja leergräumt war. Um 8 Uhr standen wir dann am Bahnhof in Ulm. Spannend war, ob der Zug überhaupt kommt, denn es war ja zur Zeit Lokführer Streik. Aber der Zug kam und gute zwei Stunden später waren wir bereits in Frankfurt.
Vergessen waren nun alle Anstrengungen der letzten Wochen mit der Fahrzeugverschiffung und vor allem das Haus leerzuräumen und alles zu verstauen, entsorgen oder verschenken. Herzlichen Dank hier noch allen Helfern.
Einzig mein Rücken machte mir noch Sorge, der wohl unter dem vielen Schleppen schlapp machte.

Auch der Flieger in Frankfurt war pünktlich und um 23:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit (18:00 Ortszeit) waren wir bereits in Halifax. Da ich so schnell wie möglich ins Hotel wollte, weil mein Rücken mir Sorgen machte, nahmen wir ein Taxi zum Hotel Garden Southpark Inn, das ziemlich nahe der City ist.
11. Mai 2015
Da ich heute wegen der Rückenschmerzen kaum noch laufen konnte und wir unsere Medikamente in unserem Fahrzeug (das befand sich zur Zeit noch 500 km von Halifax weg auf dem Atlantik) hatten, fuhren wir mit dem Taxi zur "Emergency" im Quenn Elisabeth II Hospital. Nach einer Stunde Bürokratie und Vorkasse und Blutdruck, Puls und Körpertemperatur messen, wurde ich als nicht priorisierter Fall eingestuft und das bedeutet noch zwei Stunden warten. Dann wurde ich kurz durchgecheckt um andere Ursachen auszuschließen und bekam dann eine schmerzstillende Spritze und eine Tablettenverschreibung. In der Apotheke mussten wir noch eine halbe Stunde warten, aber da waren die Schmerzen bereits unterdrückt durch die Spritze. Warten deshalb, weil die Medikamente nicht wie bei uns in fertigen Einheiten verpackt sind, sondern in ein kleines Döschen verpackt lose ausgegeben werden. Dazu gibt eine Apothekerin in einer Art Sprechzimmer die Medikamente aus, nicht ohne spezifische Anweisungen, wie sie zu verwenden sind. Also so eine Art mündliche Beipackzettel. Den Beipackzettel gabs auch noch dazu.
Immerhin waren nun die Schmerzen fast weg und vielleicht gibt sich das ganze in den nächsten Tagen.

12. Mai 2015
Heute haben wir, da das Wetter mit Nieselregen und kaum 10 Grad garstig war, kaum was unternommen. Dann war ja noch das Bayern Spiel gegen Barcelona, das wir um 15:15 Ortszeit angeschaut haben. Mittels Zattoo und Cyber Ghost als VPN-Server.

13. Mai 2015
Um 13:00 ist unser Schiff mit dem Fahrzeug eingelaufen, so haben Leidensgenossen, die auch auf ihr Fahrzeug warteten, berichtet. 28 Fahrzeuge, die meisten aus Deutschland, wurden mit dem Schiff, der Atlantic Companion erwartet. Wir sind heute bei sonnigem Wetter an der Waterfront spazierengegangen und haben Abends dort diniert. Es gab Fisch und "crafted beer" aus der Minibrauerei der Gaststätte.

14. Mai 2015
Wenn alles optimal laufen würde, so hat man uns in der Agentur, die die Zollabfertigung begleitet, erzählt, dann könnten wir heute unser Fahrzeug abholen. Ab 10 Uhr könnten wir die Papier in der Agentur holen und dann beim Zoll abstempeln lassen und anschließend mit dem Taxi zum Terminal fahren und das Fahrzeug übernehmen. Wir waren also um 10 Uhr in der Agentur, die nur ein paar hundert Meter vom Hotel entfernt war. Allerdings waren auch die anderen Kanadafahrer dort und so dauerte es bis 11:30 Uhr bis wir mit den Frachtpapieren beim Zoll waren (auch nur ein paar hundert Meter weiter). Es war nun 12:00 Uhr und wir sind trotz der Aussage der Agentur, es würde am Terminal nur bis 12:00 Uhr abgefertigt, mit dem Taxi zum Terminal gefahren. Dort erzählte man uns, das wir Glück hätten, weil sie wegen der vielen verspätetetn Wohnmobile eine Nachmittagsschicht eingelegt hätten. Im übrigen verlief die Abholung am Terminal wie am Schnürchen.
Um 13:30 fuhren wir mit unserem LKWle aus dem Terminal zum Hotel um die untergestellten Koffer zu holen. Anschließend hieß es Gas tanken. Das war nicht so einfach, weil wir von einer Tankstelle zur anderen geschickt wurden. Schließlich wurden wir 30 km nach Halifax fündig und konnten unseren Gastank füllen und auch natürlich den Diesel. Beim Einkaufen der Verpflegung (das Fahrzeug war lebensmitteltechnisch leer) konnten wir uns über die kanadischen Preise wundern. Es kostete alles das doppelt oder dreifache wie in Deutschland.
Um 17:30 waren wir dann am Campingplatz Woodhaven und haben mal angefangen zu sortieren (für die Verschiffung war alles anderst verstaut worden). Das Wetter war heute richtig frühsommerlich und wir waren viel zu warm gekleidet, konnten dies aber nicht ändern, weil die Kleider im Hotel waren.

Km 58, N 44° 44' 07'', W 63° 45' 55''

15. Mai 2015
Heute haben wir den Rest umsortiert und uns startklar für die weitere Reise gemacht. Das schöne Wetter haben wir aber auch zum Relaxen benutzt. Langsam wird der Platz voller, weil ein langes Wochende (Montag ist in Kanda Feiertag -Victoria Day-) ansteht. Und was da alles den Platz ansteuert. Wir kommen uns mit unserem LKWle ziemlich mickrig vor. Da stehen riesige Wohnmobilen der Kanadier mit ausfahrbaren Seitenwänden. Strom, Wasser und Abwasser werden direkt an den entsprechenden Leitungen angeschloßen.
Aber das wäre Nichts für unsere Art zu Reisen.

16.05.2015
Wir sind heute weitergefahren Richtung Süden auf der Halbinsel New Scotia. Zur Südspitze (Yarmouth) sind es auf dem Highway 300 km, auf der von uns favorisierten Lighthouse Route sind es 525 km, weil jede Bucht umrundet wird. Aber das müssen wir nicht an einem Tag erledigen. Zuerst müssen wir noch ein paar Einkäufe erledigen (Wal Mart) und fahren dann nach Peggy's Cove, dem Vorzeige-Fischerdorf der maritimen Provinzen Kanadas. Umgeben von vom Gletscher abgeschliffenen Felsen liegen die handvoll Häuser malerisch am Wasser. Der Leuchtturm sei der meistfotografierteste Leuchtturm Kanadas. Uns hat es sehr gefallen und den vielen anderen Touristen auch. Wir sind dann Bucht für Bucht weitergefahren bis Chester, das ebenfalls sehr schön an der Mahone Bay liegt. Am Pub an der Landungsstelle haben wir noch ein Bier in der milden Frühlingssonne getrunken und haben dann etwas oberhalb der Bucht geparkt für die Nacht. Für mehr Bilder den Leuchtturm anklicken.

Km 120, N 44° 32' 11'', W 64° 14' 34''

17.05.2015
Das Wetter war heute wie vorhergesagt sehr bescheiden: Regen und 10 Grad. Zum Weltkulturerbe Lunenburg, das 1753 von vorwiegend deutschen Einwandereren geründet wurde, war es nicht weit. Der Stadtname Lunenburg ehrt König Georg II. von Großbritannien, der zugleich Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Hannover) und nominell Herzog von Braunschweig und Lüneburg war. Weil die Altstadt ein fast vollständig erhaltenes Ensemble von Holzhäusern aus dem 19. Jahrhundert ist, wurde es zum Weltkulturerbe. (Bild anklicken)

Km 37, N 44° 22' 39'', W 64° 18' 13''

18.05.2015
Heute war wieder voll Sonne angezeigt und wir fuhren die Lighthouse Route bis Liverpool. Dann quer durch den Südteil von Nova Scotia bis Digsby und weiter zum Digsby Neck, der schmalen Halbinsel, die sich von Digsby südwestlich erstreckt. In Whale Cove sind wir auf den Campground gefahren und dann ein bischen gewandert. (Bilder siehe 17.05.)

Km 242, N 44° 25' 55'', W 66° 09' 51''

19.05.2015
An der Nordseite von Nova Scotia (Bay of Fundy und Annapolis Valley) sind wir Richtung Osten gefahren. In Annapolis haben wir das Fort Anne besichtigt. Hier ist alles was über 100 Jahre ist "National Historic Site". Dann ging es weiter zum Cape Split, wo durch die besondere Engpasssituation Tidenunterschiede von 16 m vorkommen. Bei unserer Wanderung zum Cape hört man schon von Ferne das Meer rauschen wie einen reissenden Fluss. Leider war das Wetter zum Wandern nicht ideal, es regnete und war saukalt. Wenn wir gedacht hatten, Halifax liegt auf der geographischen Höhe von Mailand und der Frühling ist voll im Gange, so hatten wir uns getäuscht. Die Vegetation ist 6 Wochen hinter der in Mitteleuropa, das vom Golfstrom profitiert. Immerhin erleben wir diese Jahr den Frühling zweimal.

Km 212, N 45° 18' 55'', W 64° 25' 53''

20.05.2015
Bei dem scheußlichen Wetter heute beschlosssen wir Nova Scotia Richtung New Brunswick zu verlassen. Da sich unser Adblue (Abgas-Nachbehandlung) meldete, versuchten wir einen Kanister zu besorgen. Zwar hatten wir ganz unten im Gepäck noch einen Reservekanister, aber wir wollte sehen ob das mit der Adblue-Versorgung in Nord-Amerika klappt. Das Zeug heißt hier DEF (Diesel Exhaust Fluid) und war bei allen drei Tankstellen, die wir anfuhren, unbekannt. Bei Canadian Tire (nicht nur Reifen, sonder auch Baumarkt, Möbel, Kfz-Zubehör und sogar Waffen) wurden wir fündig. Wir fuhren bis Amherst an der "Grenze" zu New Brunswick auf einen Campground.

Km 264, N 45° 48' 03'', W 64° 12' 15''

21.05.2015
Nach Shediac in New Brunswick war es nicht weit. Die selbsternannte Lobster-Hauptstadt der Welt ist eigentlich nicht besonders, wir wollten dort aber Hummer kaufen. Wir nahmen frisch gekochten ausgelösten Hummer, das Pfund zu umgerechnet 16 € und konnten uns damit sattessen. In Moncton konnten wir den Petitcodiac River beobachten der beim Tidenhochwasser seine Fließrichtung umkehrt und landeinwärts fließt. Das Hochwasser wiederum brachte uns in Alma um das Vergnügen, die Schiffe im Hafen trocken liegen zu sehen. Kurz nach Saint John gab uns ein freundlicher Kanadier den Tip, für die Übernachtung, die wir auch bei ihm auf denm Grundstück machen könnten (aber er fuhr gerade zum Kartenspielen), beim Golfclub nachzufragen. Das haben wir gemacht (No issue-kein Problem, sagte der Mann im Golfclub). Bilder siehe 20.05.

Km 367, N 45° 20' 14'', W 66° 13' 13''

22.05.2015
Die restliche Durchquerung von New Brunswick war eher langweilig, bis auf die angeblich längste überdachte Brücke der Welt in Hartland (400 m lang). Generell sind die Amerikaner (Kanadier wie US-Amerikaner) mit solchen Prädikaten sehr freigiebig. So haben wir auch ein Schild gesehen, das auf ein Dorf mit der größten Axt der Welt hinweist.
In Grand Falls gab es einen Wasserfall, der aber verglichen mit z.B. dem Rheinfall in Schaffhausen eher mickrig war. Dann erreichten wir die Provinz Quebec. Wie fuhren bis Trois-Pistoles am St.Lorenz Strom. Am Fährhaus konnten wir parken und gleichzeitig die Fähre für 9:30 Uhr am nächsten Morgen buchen (die letzte am Samstag-die Erste fährt um 5:30 Uhr). Wir haben den ersten Zeitzonen-Wechsel von Atlantic-Time nach Eastern Standard Time (nunmehr 6 Stunden gegenüber der MESZ). Weil die Nordseite des St.Lorenz Stroms bis zur Stadt Quebec erheblich landschaflicher reizvoller sei, wird die Überfahrt empfohlen. Und da seien ja noch die Wale auf der Nordseite, besonders bei Tadoussac, zu beobachten. Bilder siehe 20.05.

Km 474 (1.776), N 48° 07' 54'', W 69° 11' 05''

23.05.2015
Pünktlich sind wir die fast 30 km (!) mit der Fähre ans Nordufer gefahren. Dann Richtung Quebec weitergefahren. In Tadoussac sei der Hotspot für Whale-Watching, aber wir haben keinen gesehen (ist wohl noch zu früh im Jahr). Ein paar km weiter in Saint-Siméon habern wir dann einen Campground aufgesucht. Hier kann man direkt auf den St. Lorenzstrom schauen. Wenn dann ein Wal vorbeikommt...

Km 72 (1.848), N 47° 50' 41'', W 69° 52' 31''

24.05.2015
Heute sind wir bis Québec weitergefahren. Auf der Fahrt wurden wir zum ersten Mal von der Polizei gestoppt. Der Polizist hat sich quasi entschuldigt, das der uns angehalten hat, aber er habe noch nie so ein Fahrzeug geshen und dann noch mit so einem komischen Nummernschild. Am Anfang von Québec befindet sich der Parc de la Chute-Montmorency, ein Wasserfall, der höher ist als die Niagara-Fälle. Gut, wir haben es uns angeschaut. Weil man da auch übernachten kann, sind wir gleich geblieben. Bilder siehe 23.05.

Km 152 (2.000), N 46° 53' 07'', W 71° 08' 47''

25.05.2015
Wir sind nur ein paar km weiter gefahren auf einen Campground (Camping Juneau Chalets). Rita hatte sich vor einer Woche den Knöchel verstaucht und es wird nicht besser. Also statt Stadtbesichtigung ist Schonung angesagt. Auch ist einiges an schriftlichem Kram zu erledigen.

Km 40 (2.040), N 46° 44' 54'', W 71° 23' 58''



26.05.2015
Heute war ein richtig warmer Tag. Wir haben Wäsche gewaschen und man konnte sich den ganzen Tag draußen aufhalten. Abends ein gemütliches Glas Wein auf der "Terrasse" trinken: Da haben die Moskitos dagegen. Wir haben uns bald ins Fahrzeug verzogen.






27.05.2015
Die heutige Strecke nach Westen war die erste Hälfte bis Trois-Rivieres Autobahn, die andere Hälfte Landstrasse durch weite Waldgebiete Richtung Mont Tremblant, dem Skigebiet der Montrealer. Winter spielt ja in Kanada eine große Rolle. 7 Monate ist es Winter mit bis zu -35°C. Demzufolge spielt sich die "warme" Jahreszeit nur von Mai bis September ab. Campingplätze haben i.d.R. von 15.5.-30.9. auf. Aktivitäten in den Nationalparks sind Juni, Juli und August.
Viele Seen sind im Wald verstreut und fast alle sind an den Ufern besiedelt. Geparkt haben wir auf dem Parkplatz hinter dem Hotel d'Ville (Public WiFi).

Km 319 (2.359), N 46° 07' 03'', W 74° 35' 59''

28.05.2015
Mont Tremblant, das Skigebiet, liegt weiter 10 km entfernt. Leider war das Wetter unschön und wir konnten im Nebel nur einen kurzen Eindruck gewinnen. Kein Vergleich mit Skigebieten in den Alpen. Nur kurze Abfahrten und das "Dorf" hat soviel Flair wie ein Neubaugebiet.
Weiter ging es durch das ländliche Quebéc Richtung Ontario. In Eganville haben wir auf dem Parkplatz der (Eishockey-?) Arena geparkt. Bilder siehe 29.5.

Km 366 (2.735), N 45° 32' 35'', W 77° 06' 19''

29.05.2015
250.000 Seen soll es Ontario geben. Fast alle Seen sind schwer mit dem Fahrzeug zu erreichen, weil entweder eine Privatstrasse zum privaten Seegrundstück führt oder eben keine Strasse ist. Bleiben noch Parks (hier muss man aber Eintritt bezahlen (Algonquin Tagespass 17 $, Übernachtung auf dem Campground 46 $, die 17 $ werden angerechnet).
Zum Algonquin Provincial Park (7.600 qkm) war es nicht weit. Wir wollten mal eine Nacht auf einem der Campgrounds in einem Park verbringen. Von der Plattform im Visitor-Center haben wir tatsächlich eine Bärenmama mit zwei Jungbären gesehen. Ok, mit dem Fernglas, aber immerhin. Nachdem ich schon gestern eine Elchkuh im Vorbeifahren gesehen hatte (was Rita noch anzweifelt), war das schon die zweite Großwild-Sichtung. Wölfe bekommt man in der Regel gar nicht zu Gesicht, es sei denn im lebensecht gestaltetet Diarama im Visitor-Center. Jedenfalls sind wir dann eine Schotterstrasse 8 km bis zum Rock Lake Campgrund gefahren (einer von 8 Campgrounds im Park). Drei Kanada-Gänsefamilien wohnen in der Nachbarschaft und auf unserem "Grundstück" direkt am See hausen Erdhörnchen. Nach dem "Grosswild" werden wir bescheiden.
Zum Abendessen gabs im nach den Ureinwohnern benannten Park "Fiddleheads" (Geigen-Köpfe), Sprossen einer Farnart, die auch von den Indianern gegessen wird und ein bischen wie grüner Spargel schmeckt.
Das obligatorische Lagerfeuer endete nach Einbruch der Dunkelheit in einer raschen Flucht vor der Invasion von Black Flies, kleine schwarze Biester, die einem gefühlsmäßig in jede Körperöffnung krochen. Und Moskitos
Theoretisch, also rein theoretisch, könnte der Bär jetzt vor dem Fahrzeug sitzen (es gibt 2.000 Bären im Park).

Km 121 (2.856), N 45° 31' 08'', W 78° 24' 14 ''

30.05.2015
Heute Morgen, beim Abwasser ablassen, fielen die Viecher gleich wieder über mich her. Erst als ich einen Kanadier, angezogen wie bei uns ein Imker, sah, dämmerte mir, das ein T-Shirt nicht die richtige Schutzbekleidung gegen Moskitos ist. Später habe ich von einer Kanadierin gehört, das die Moskitoplage dieses Jahr so schlimm sei wie seit vielen Jahren nicht. Im nächsten Drugstore haben wir erstmal uns mit chemischen Mitteln gegen Moskitos und Black Flies ausgerüstet.
Aber der Reihe nach:
Nach 40 km Fahrt vom Campground Richtung westliche Parkgrenze haben wir bereits jegliche Hoffung auf einen Elch aufgegeben. Aber drei km vor Parkende tauchte diese junge Elchdame am Straßenrand auf und äste gemütlich.
In Parry Sound, an der Georgian Bay, einem Teil des Huron Sees (einem der Großen Seen), wollten wir einen gemütlichen Campground am Seeufer beziehen und die Dinge gut sein lassen. Aber nebliges, kaltes Regenwetter führte dazu, das wir zwar einen Campground haben mit WiFi, aber im LKW'le sitzen und das Regenwetter aussitzen. Aber es gibt auch einiges zu tun: die Webseiten pflegen und Paperwork wie es hier heißt.

Km 210 (2.966), N 45° 17' 55'', W 79° 54' 13 ''

31.05.2015
Obwohl wir heute stundenlang an der Georgian Bay und dem Huron See entlang gefahren sind, haben wir den See erst kurz vor Sault Ste Marie in Thessalon, wo wir für die Nacht parkten, gesehen. Vorher sieht man den See vor lauter Bäumen nicht.
Aber was wir gesehen haben waren unsere ersten Indianer (First Nation wie es hier heißt) und Amish People (oder waren es Mennoniten oder Hutterer?). Zwei Amish-Damen fuhren mit ihrer Kutsche den Highway entlang. Folgerichtig waren hier in der Gegend die Straßenschilder "Vorsicht Kutsche" aufgestellt (Foto war nicht zur Hand). Das Wetter war wieder sonnig, aber kalt (13°).

Km 388 (3.354), N 46° 15' 16'', W 83° 33' 29 ''





Juni 2015